Besuch von Synagoge und Moschee in München - 2020

Vom Dienstag, den 18.02.2020 bis Mittwoch, den 19.02.2020 folgten wir, die Klasse 10M einer Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung nach München, welche einen Besuch der Ohel-Jakob-Synagoge, der Haci Bayram Moschee Pasing und einen Vortrag über Rechts­extremismus und Fremdenfeindlichkeit beinhaltete.
Am Dienstagmorgen trafen wir uns am Waginger Bahnhof und starteten von hier aus unsere Reise nach München. Begleitet wurden wir von Herrn Alfred Janzik, dem Regionalbeauftragten der Hanns-Seidel-Stiftung und unseren Lehrern Frau Geierstanger und Herrn Ramming.

Dort angekommen, machten wir uns auf den Weg zur Ohel-Jakob-Synagoge. Zum jüdischen Gemeindezentrum gehört nicht nur die Synagoge, sondern auch ein Kindergarten, eine Schule, ein Kultur- und Jugendzentrum und vieles mehr. Nach einer ausführlichen Sicherheitskontrolle begrüßte uns der Rabbiner Steven Langnas und führte uns durch den Gang der Erinnerung, an dessen Wänden die Namen der 4500 während der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten und deportierten Juden Münchens stehen, zur Synagoge. Bevor wir die Synagoge betraten, mussten die Männer und Jungen eine Kippa aufsetzen. In der Synagoge erklärte uns Herr Langnas vieles über das Judentum und dessen Alltag und beantwortete im Anschluss noch unserer Fragen zum Thema Judentum.

Als die Führung vorbei war, fuhren wir zu unserer Unterkunft und bezogen die Zimmer. Nach einer kurzen Pause starteten wir zur Moschee Haci Bayram nach Pasing. An der Moschee empfing uns der Zuständige für interreligiösem Dialog, Herr Volkan Türlü, und wir bekamen zur Begrüßung in der Teestube einen Schwarztee serviert. Dann begann Herr Türlü mit seinem interessanten Vortrag über die Religion der Muslime, über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit dem Christentum.

Als es Zeit für das Abendgebet wurde, erklärte er uns die rituelle Waschung vor dem Gebet und anschließend durften wir sogar bei dem Gebet dabei sein. Als das Gebet vorbei war, bedankten wir uns sehr herzlich und kehrten zu unserer Unterkunft zurück. Nach dem Essen verbrachten wir den Abend gemeinsam in der Jugendherberge.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir zum Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung, wo uns Herr Janzik einen Vortrag zum Thema „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ hielt. Nach dieser informativen Präsentation und einem leckeren Mittagessen machten wir uns auf den Nachhauseweg.

Alles in allem waren es zwei interessante und lehrreiche Tage, bei denen wir die Möglichkeit bekamen, andere Religionen hautnah kennenzulernen und wir erkannten, dass wir uns mit den aktuellen Themen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Rechtsextremismus auseinandersetzen müssen.