Europäischer Wettbewerb zum Thema Mobbing - 2020

Johanna Gröll erhält für ihren positiven Beitrag zum Schulklima einen Sonderpreis.

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbs hat Johanna Gröll 7M sich mit zwei Beiträgen beteiligt. Ihre beiden Bilder zum Thema Mobbing sind sehr anschaulich und gehen unter die Haut. Auch in ihren beiden Aufsätzen spricht sie offen über die Folgen von Mobbing. Ein Thema was uns alle betrifft und wir zu gut kennen. Da uns hier an der Mittelschule Waging ein positives Schulklima besonders am Herzen liegt, erhält Johanna Gröll einen schulischen Sonderpreis.

Beide Themen befassen sich mit der Aufklärung über Mobbing: Liebe Schüler und Schülerinnen der Mittelschule Waging. Lest euch die beiden Artikel von Johanna aufmerksam durch und lasst ihre beiden Bilder und Texte auf euch wirken.

„Viele Menschen denken, dass Schimpfwörter nicht so schlimm sind, aber für die betroffene Person, ist es so schlimm, dass sie sich selber zum Beispiel hässlich oder fett findet. Mit dem Hintergrund meines Bildes will ich sagen, dass das Herz und die Seele, sozusagen „bluten“, genau so wie bei äußerlichen Verletzungen.“

„Mobbing ist so wie Krieg“ –  Johanna Gröll, 7M

Wenn man gemobbt wird, stirbt man in der Seele, fast so wie im Krieg. Viele gemobbte Menschen ritzen sich. Das ist für sie befreiend, weil das von ihren seelischen Schmerzen ablenkt. Es kann aber große Folgen haben: von schrecklichen Narben bis hin sogar zum Tod führen!

Andere Menschen mobben oft, weil sie von ihren eigenen Problemen ablenken wollen oder es einfach lustig finden und es ihnen Spaß macht, den- oder diejenige(n) vor der Klasse bloß  zustellen. Manchmal machen sie  den- oder diejenige(n) sogar vor der ganzen Schule lächerlich. Ihnen geht es dann besser. Sie denken aber nicht darüber nach, was sie damit ihren Mitmenschen antun.

Dieses Bild habe ich gemalt, weil ich alle anderen Menschen und meine Mitschüler darüber aufklären möchte, wie schlimm es eigentlich ist, gemobbt zu werden.

„Hört auf!“ –  Johanna Gröll, 7M

Wollt ihr das wirklich! Wollt ihr dafür verantwortlich sein? Und es ist ja nicht so, dass ihr alle sozusagen „Täter“ seid. Die meisten von euch können sich darin wieder finden. Fast jeder oder alle von euch wurden schon mit Worten verletzt und eure Seele trägt Narben davon.

Wir Schülerinnen und Schüler und Lehrer und Lehrerinnen von der Mittelschule Waging sind eine Gemeinschaft und geören zusammen. Nur wenn wir zusammen halten und arbeiten, fühlen wir uns alle wohl in der Schule und können effektiv lernen und arbeiten. Das geht mit Angst und negativen Gefühlen nicht! Wir alle sind ein Team!

Gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit müssen wir noch mehr zusammen halten und Mobbing ist leider nicht vorbei.

Was sonst im Schulgebäude statt findet, verlagert sich auf die Cyberebene. Das Cybermobbig hat momentan noch größere Folgen. Wir (Schüler) sind uns oft selber überlassen und müssen uns vielleicht noch um jüngeren Geschwister kümmern und tragen für sie Verantwortung. Können nicht raus in die Schule oder uns mit einer Freundin oder einem Freund treffen, dem wir uns anvertrauen können und der/die uns in den Arm nehmen kann und uns tröstet. Auch unsere Eltern sind beruflich sehr gefordert: sie müssen Überstunden machen, sind in Kurzarbeit oder haben ihre Arbeit bereits verloren und wissen nicht wie es weiter gehen soll. Ihnen fehlt die Perspektive. Diese Probleme übertragen sich auch auf euch und belasten euch sehr. Wenn dann noch Mobbing hinzu kommt, ist das eine sehr harte und schwierige Zeit für euch und uns alle.

Vielleicht ruft ihr mal eure Klassenkameraden an, (gerade die mit denen ihr noch nie ein Wort geredet habt oder eigentlich nicht mögt, warum auch immer) und sagt ihnen ehrlich einfach mal was Nettes oder schreibt Ihnen eine schöne Nachricht. Und ihr werdet sehen, dass sich nicht nur der andere sehr darüber freut, sondern letztendlich werdet ihr euch auch besser fühlen!

In diesem Sinne übersteht gut die Zeit!